Bertelsmann-Umsatz stagniert, Gewinn steigt

Donnerstag, 16. Mai 2013
Der Umsatz des Medienkonzerns war im 1. Quartal leicht rückläufig
Der Umsatz des Medienkonzerns war im 1. Quartal leicht rückläufig


Wie die Tochter, so die Mutter: Nicht nur bei der RTL Group stagniert der Umsatz im 1. Quartal, auch beim Mehrheitseigner Bertelsmann sieht es in den ersten Monaten des Jahres eher verhaltend aus. Der Umsatz sinkt leicht von 3,66 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 3,62 Milliarden Euro. Auch der Ausblick für das Gesamtjahr ist zurückhaltend.
"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd", so Judith Hartmann, Finanzvorstand von Bertelsmann. Der Konzern habe jedoch durch die Platzierung der RTL-Group-Aktien im Mai finanziellen Spielraum, um den Umbau weiter voranzutreiben. Bertelsmann hatte für den Verkauf von 17,2 Prozent der Anteile an Europas größtem TV-Konzern rund 1,4 Milliarden Euro eingenommen.

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe will dem Konzern weitere Geschäftsfelder hinzufügen, auch um die Abhängigkeit von den mitunter volatilen Werbeerlösen zu senken, die RTL und die Zeitschriftenverlagssparte Gruner + Jahr in die Kassen spülen. Daneben gehören noch der Dienstleister Arvato, die Buchgruppe Random House, der Druckriese Be Printers und die Musiksparte BMG zum Konzern.

Auch wenn die Umsatzentwicklung im Moment wenig Anlaß zu Wachstumsfantasien gibt, so gibt sich Konzernchef Thomas Rabe zuversichtlich. In den vergangenen Wochen hat er die Komplettübernahme von BMG abgeschlossen und den Finanzdienstleister Gothia übernommen. Zudem soll der Zusammenschluss von Random House mit Penguin im frühen zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Die wichtigsten Genehmigungen von den USA und Europa liegen bereits vor. Mit der Transaktion im Buchbereich will Bertelsmann 2013 deutlich wachsen.

In Sachen Gewinn sieht es auf jeden Fall schonmal gut aus für den Gütersloher Medienkonzern. Das operative Ergebnis (Operating Ebit) stieg im 1. Quartal 2013 von 279 Millionen Euro im Vorjahr auf 303 Millionen Euro. Das Konzernergebnis verbesserte sich von 145 Millionen Euro auf 207 Millionen Euro. Für das Plus dürfte erneut vor allem die RTL Group zuständig sein, die für die Periode einen Gewinn der Anteilseigner von 133 Millionen Euro ausweist. pap
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