Bertelsmann Springer mit Ertragslage zufrieden

Donnerstag, 16. August 2001

Der international tätige Anbieter von Wissenschafts- und Fachliteratur Bertelsmann Springer Science + Business Media ist hat im Geschäftsjahr 2000/2001 (Juli bis Juni) einen konsolidierten Gesamtumsatz von 1,45 Milliarden Mark erwirtschaftet, ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBITA) vor Sondereffekten und Onlineinvestitionen betrug 160 Millionen Mark und liegt damit bei 11 Prozent vom Umsatz. Die eher rückläufige Entwicklung der wichtigsten Anzeigenmärkte habe, so heißt es, durch eine erneute Ergebnissteigerung im Bereich wissenschaftlichePublikationen kompensiert werden können.

Seit Juli 2000 sind über 100 Millionen Mark in den Ausbau der Kerngeschäfte sowie in die strategische Positionierung marktfähiger Onlinedienste investiert worden. Im laufenden Geschäftsjahr will sich die Verlagsgruppe vor allem auf die Erweiterung des international zu vermarktenden Produktportfolios konzentrieren sowie auf die weitere Transformation von Print- zu Online-Angeboten. Strategisches Wachstum will man durch gezielte Arrondierungsakquisitionen erreichen.

Nach der Integration der beiden Verlagsteile Bertelsmann Fachinformation und Springer lag der Schwerpunkt im vergangenen Geschäftsjahr auf der weiteren Verbesserung von Effizienz und Ertragskraft in den Kerngeschäften sowie auf der Neuausrichtung der Onlineaktivitäten. Der größte Geschäftsbereich STM, der die Produktlinien Science und Professional umfasst, erwirtschaftete einen konsolidierten Gesamtumsatz von 908 Millionen Mark. Die Produktlinie "Science", in dem vor allem die internationaloperierenden Verlage der wissenschaftlichen Springer-Gruppe organisiert sind, konnte das Ergebnis um über 40 Prozent auf rund 90 Millionen Mark verbessern.

Die abkühlende Finanzmarkteuphorie habe sich allerdings im Segment Wirtschaftsinformationen bemerkbar gemacht und zu einer Abschwächung des im Vorjahr sehr starken Geschäfts geführt. Insgesamt erzielte der Bereich "Professional" einen Umsatz von 275 Millionen Mark. Der Geschäftsbereich Business-to-Business (B2B) habe die Einmalbelastungen aus notwendigen Investitionen im Internet zwar gut verkraften können, musste aber mit einer leichten Ertragsdelle abschließen. Der Umsatz in diesem Bereich betrug 433 Millionen Mark.

Auf die rückläufigen Tendenzen des New-Economy-Marktes hat die Fachverlagsgruppe mit der strategischen Neuausrichtung ihrer Online-Aktivitäten reagiert. Jürgen Richter, Vorsitzender der Geschäftsführung: "Durch die rechtzeitigeund konsequente Rückintegration unserer Onlinedienste in die Kerngeschäfte der Verlagsbereiche haben wir Anlaufverluste ime-Business-Bereich minimiert und die Marktauftritte konsequent an den bekannten Marken ausgerichtet".
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