Bertelsmann Industrie AG trägt Expansionsentwicklung mit neuem Firmennamen Rechnung

Mittwoch, 09. Juni 1999

Ab 1. Juli 1999 verpaßt sich die bisherige Bertelsmann Industrie AG einen neuen Namen. Das veränderte Kompetenzumfeld und die dynamische Entwicklung der diversen Tätigkeitsfelder des Konzerns hätten dies nahegelegt. Mit dem neuen Namen Bertelsmann Arvato AG (der Wortstamm „ars" für „Kunst", „va" für „Variation" und „to" für „Technik und Innovation") soll die Bedeutung des Unternehmens als international vernetzter Mediendienstleister besser umgesetzt werden. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem die Bereiche Bertelsmann Dienstleistung, AZ Bertelsmann Direct und die Mohndruck-Gruppe Gütersloh. Das laufende Geschäftsjahr, das am 30. Juni 1999 endet, habe dem Konzern dabei wieder höhere Umsatz-, Gewinn- und Beschäftigtenzahlen gebracht. So erhöhte sich der Umsatz der Gruppe um zwölf Prozent auf rund 3,8 Milliarden Mark. Auch das operative Betriebsergebnis konnte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern - mit einer Steigerung um rund 14 Prozent kletterte es 1998/99 auf 250 Millionen Mark. Die Gesamtkapitalrendite lag mit 20 Prozent ebenfalls über dem Vorjahreswert. Die gute betriebswirtschaftliche Entwicklung schlug sich auch in der Zahl der Beschäftigten nieder, die um 1000 auf weltweit 15.000 anstieg. Innerhalb der Geschäftsfelder der Bertelsmann Arvato AG verzeichnet der Dienstleistungsbereich ein immer stärkeres Wachstum. Der Anteil am Gesamtunternehmen liegt derzeit bei 26 Prozent. Im Hinblick auf die Entwicklung der Umsatzanteile nach Regionen bleibt der deutsche Markt mit 69 Prozent nach wie vor der Hauptmarkt, gefolgt von Europa (ohne Deutschland) mit 18 und den USA mit unverändert 13 Prozent. Für das kommende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen allerdings mit einer Ausweitung des US-Geschäftes.
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