Bertelsmann-Chef Thomas Rabe: "Der Schrumpfkurs ist vorbei"

Montag, 27. Mai 2013
Thomas Rabe stehen rund drei Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung
Thomas Rabe stehen rund drei Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung


Bertelsmann-Boss Thomas Rabe sieht den Medienkonzern wieder auf Wachstumskurs: "Der Schrumpfkurs ist vorbei, das haben wie gedreht", betont der Vorstandsvorsitzende im Interview mit dem "Handelsblatt". In den kommenden Jahren soll der Umsatz jährlich um fünf bis sieben Prozent zulegen. Für das laufende Jahr rechnet Rabe mit einem Umsatz von 17 Milliarden Euro, 2014 sollen die Erlöse auf 18 Milliarden Euro steigen. Um seine Wachstumssziele zu erreichen, setzt der Vorstandschef sowohl auf gezielte Investitionen als auch auf den Ausbau strategischer Wachstumsfelder. Der Verkauf von 17,2 Prozent der Bertelsmann-Anteile an der RTL Group hat dem Medienkonzern 1,4 Milliarden Euro in die Kriegskasse gespült. "Aus dem laufenden Geschäft erwirtschaften wir zusätzliche Mittel, so dass wir in den nächsten drei Jahren insgesamt an die drei Milliarden investieren können."

Großen Einzelinvestitionen erteilte Rabe aber eine Absage: "Unseren Aktionären, also der Familie Mohn und der Bertelsmann Stiftung, liegt viel daran, ihr Vermögen zu streuen. Es geht um Diversifikation, nicht um einen großen Deal." Die Übernahme des Wissenschaftsverlags Springer Science + Business war an den Preisvorstellungen in Höhe von rund 3 Milliarden Euro gescheitert. "Mehrere Hundert Millionen für ein Einzelinvestment können wir auf den Tisch legen." Bertelsmann will in den kommenden Jahren vor allem in die Bereiche Bildung, Musikrechte, Dienstleitungen und Business Information investieren. dh
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