Bertelsmann-Chef Ostrowski: „G+J ist kein Sorgenkind“

Mittwoch, 24. März 2010
Glaubt an G+J: Hartmut Ostrowski
Glaubt an G+J: Hartmut Ostrowski

Wenn Gruner + Jahr-Vorstandschef Bernd Buchholz am Donnerstagvormittag dieser Woche das Podium im G+J-Foyer betritt, zur Bilanzpressekonferenz begrüßt und sich den Journalistenfragen stellt, dann hat er bei einem Thema ganz offiziell schon höchsten Beistand: bei der Frage, ob die Zukunft von G+J vielleicht eher im Geschäft mit mediennahen Dienstleistungen als in dem mit Journalismus liegen könnte. „Das klassische Magazingeschäft ist nach wie vor hoch profitabel und wird auch zukünftig profitabel bleiben", sagt Hartmut Ostrowski, Vorstandschef des G+J-Mutterkonzerns Bertelsmann, im HORIZONT-Interview: G+J werde „perspektivisch ganz sicher nicht zum Mediendienstleister" des Konzerns, so Ostrowski. Hintergrund sind Spekulationen, wonach Bertelsmann für seine Verlagstochter nur dann neue Investitionsmittel lockermachen könnte, wenn G+J das Geld ins Dienstleistungs- und Mandantengeschäft (Vermarktung, Vertrieb, Corporate Publishing, Fachinformation) investiert, das als Wachstumsfeld auserkoren ist. Das würde zu Bertelsmanns Strategie passen, mit (B-to-B-) Services zu wachsen.

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Angesichts der roten Zahlen, die G+J für 2009 präsentieren muss, sieht Ostrowski nun den Turnaround eingeleitet: „G+J hat in einem sehr schwierigen Marktumfeld 2009 sehr schnell und konsequent gegengesteuert. Man sieht dabei sehr deutlich, dass die Umbaumaßnahmen bereits im 2. Halbjahr gegriffen haben und im Ergebnis klare Wirkung zeigen. G+J ist alles andere als ein Sorgenkind." Die Zukunft der G+J-Wirtschaftsmedien sieht Ostrowski, zugleich Aufsichtsratschef des Verlags, nun „sehr optimistisch" - anders als noch im vergangenen November. rp/pap

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