Bertelsmann-Chef Ostrowski: "Die großen Deinvestitionen sind getan"

Montag, 09. März 2009
Hartmut Ostrowski sieht Bertelsmann gut gerüstet
Hartmut Ostrowski sieht Bertelsmann gut gerüstet

Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski sieht den Medienkonzern gut gerüstet für die Zukunft. Der Konzernumbau sei weitgehend abgeschlossen, zudem mache die dezentrale Unternehmensstruktur Bertelsmann weniger anfällig für die Wirtschaftsflaute. "Die Wirtschaftskrise tangiert uns weniger als viele andere Unternehmen, denn wir sind inhaltlich und geografisch sehr breit aufgestellt", sagt Ostrowski im Interview mit dem "Manager Magazin".  Die dezentrale Unternehmensstruktur mache Bertelsmann beweglicher und reaktionsschneller als viele Wettbewerber. Mit dem Verkauf von Sony BMG und Teilen des Clubgeschäfts sei der Konzernumbau weitgehend abgeschlossen: "Die großen strategischen Deinvestitionen sind getan", so Ostrowski. Wegen der Verkäufe werde der Konzernumsatz in diesem Jahr um rund 2 Milliarden Euro zurückgehen. Bereinigt um Portfolioeffekte rechnet Ostrowski mit einem Umsatzwachstum von 1,5 bis 2 Prozent für das Geschäftsjahr 2008.

Für das laufende Jahr wollte der seit rund einem Jahr amtierende Vorstandschef keine Prognose abgeben. Ohne die Wirtschaftskrise hätte Bertelsmann "sicherlich ein Wachstum von 2 bis 3 Prozent erzielen können". Das Ziel von 30 Milliarden Euro Umsatz bis 2015 sei angesichts der Wirtschaftskrise aber nicht mehr zu erreichen: "Als ich dies vor einem Jahr in Aussicht stellte, war eine Weltwirtschaftskrise überhaupt nicht absehbar. Insofern müssen wir dieses Ziel korrigieren und um ein paar Jahre nach hinten verlegen". dh
Meist gelesen
stats