Bernd Runge vor Comeback? Ex Condé-Nast-Chef kauft Lizenz von "Interview"

Montag, 24. Januar 2011
Runge will "Interview" nach Deutschland holen
Runge will "Interview" nach Deutschland holen

Neuer Versuch: Den Titel "Glamour" konnte der ehemalige Verlagschef von Condé Nast Bernd Runge, auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt etablieren. Sein Versuch, auch das Gesellschaftsmagazin "Vanity Fair" in Deutschland erfolgreich zu machen scheiterte jedoch. Jetzt wagt Runge offenbar einen neuen Anlauf und hat sich die deutschen und russischen Lizenzen für das amerikanische People- und Lifestylemagazin "Interview" gesichert. Das berichtet das "Hamburger Abendblatt" unter Berufung auf informierte Kreise. Nachdem Runge im Dezember 2008 seinen Ausstieg aus dem Condé Nast Verlag verkündete, engagierte er sich als Vorstandsvorsitzender bei dem internationalen Auktionshaus Phillips de Piry & Company. Seitdem war es ruhig um ihn geworden. Zu seiner angeblichen Rückkehr in den Medienzirkus wollte Runge gegenüber dem "Abendblatt" keine Stellung nehmen. Die Tageszeitung berichtet, dass Runge bereits intensiv nach Redakteuren und Verlagsmitarbeiter sucht. Büroräume habe er ebenfalls schon angemietet.

Und auch die Auswahl des Titels scheint überdacht: "Interview" kann bereits auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Das Magazin wurde 1969 gegründet und erreicht aktuell nach Unternehmensangaben monatlich etwa 360.000 Leser. Gründungsvater war der Pop-Art Künstler Andy Warhol, dessen Handschrift das Magazin noch heute trägt: bunt, plakativ und graphisch aufwändig gestaltet. hor
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