Bernd Runge verlässt Condé Nast

Montag, 01. Dezember 2008
Bernd Runge geht
Bernd Runge geht

Paukenschlag in München: Bernd Runge, Geschäftsführer und Herausgeber von Condé Nast ("Glamour", "GQ Style", "Myself", "Vanity Fair"), verlässt das Unternehmen. Laut Verlag will er "eine Pause machen" und somit von seinen Aufgaben zum Ende dieses Jahres zurücktreten. Er habe die Entscheidung bereits seit "geraumer Zeit" ins Auge gefasst. Wer sein Nachfolger wird, ist nicht bekannt.   Der ehemalige HORIZONT-Medienmann des Jahres (2003) arbeitet seit Juli 1997 für das Unternehmen. Als President New Markets Europe/Africa baute er die Verlagsaktivitäten in Russland auf, der Bereich von Runge umfasste zuletzt 26 Titel in 10 Ländern. 1999 übernahm er zusätzlich zu seinen Aufgaben des New Markets Bereiches die Geschäfte von Condé Nast Deutschland. Im selben Jahr wurde er zum Vice President von Condé Nast International und Mitglied des Vorstandsgremiums ernannt.

Runges persönliche Erklärung: Zum Vergrößern klicken!
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In einer persönlichen Erklärung gibt Runge die Gründe für seinen Rücktritt bekannt und dankt Mitarbeitern, unter anderem Jonathan Newhouse, Chairman Condé Nast International, für die Zusammenarbeit.

Runge gilt als einer der Hauptunterstützer bei der Einführung des Gesellschaftsmagazins "Vanity Fair", das immer noch einen schweren Stand im Markt hat. Im 3. Quartal verkaufte sich das Magazin rund 217.000 mal. Aufwind könnte es allerdings durch die Einstellung von G+Js "Park Avenue" erhalten. Der Titel galt lange als Konkurrenz zu "Vanity Fair". Condé Nast musste zuletzt auch bei der Frauenzeitschrift "Glamour" Rückschritte einstecken: Das Magazin erscheint künftig nur noch monatlich statt wie bisher zweiwöchentlich. se
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