Berliner Zeitungsmarkt: Holtzbrinck attackiert über das Handelsblatt

Freitag, 01. August 2003

In der heutigen Ausgabe des zum Stuttgarter Holtzbrinck Verlag gehörenden "Handelsblatt" informiert das Unternehmen seine Leser mit einem großaufgemachten Artikel auf der Medienseite "in eigener Sache" zum Thema "Berliner Zeitung"/ "Tagesspiegel". Darin wird das Politikum der Ministererlaubnis vor der anstehenden Beschlussfassung aus dem Bundeswirtschaftsministerium noch einmal ausgebreitet und aus Sicht der Verlagsgruppe dargelegt. In dem namentlich nicht gekennzeichneten Artikel wird der Verlagsgruppe Bauer als einem Kaufinteressenten für den "Tagesspiegel" vorgeworfen, sie habe mit ihrem im Mai an das Bundeswirtschaftsministerium abgesendeten Fax nur ein taktisches Manöver gefahren, dessen einziges Ziel es gewesen sei, die Ministererlaubnis durch Wolfgang Clement zu verhindern. Außerdem habe der Verlag zu wichtigen Verhandlungen Personen entsandt, die "nicht entscheidungsbefugt" gewesen seien. Auch die Bestandsgarantie für den "Tagesspiegel" durch den Heinrich Bauer Verlag sei, verglichen mit der Zusage durch Holtzbrinck, "nicht als dauerhaft zu werten". nr
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