Berliner Zeitung kündigt auf Betriebsversammlung weitere Sparmaßnahmen an

Mittwoch, 20. Juni 2001

Die durch Verkaufsspekulation in die Schlagzeilen geratene defizitäre "Berliner Zeitung" von Gruner + Jahr hat mit einer Betriebsversammlung versucht, die Mitarbeiter zu beruhigen. Verlagsgeschäftsführer Torsten-Jörn Klein erklärte, er wolle Kündigungen vermeiden. Wenn es jedoch dazu kommen sollte, könne es auch mehr als 10 Mitarbeiter betreffen. Die bisherigen Sparmaßnahmen reichten nicht aus. Jetzt müsse es auch an den Personalbestand gehen, sagte Klein vor der Mitarbeiterrunde, die in einer sachlichen Atmosphäre ablief. Zunächst wolle er aber dem Betriebsrat die Hand reichen und im Einvernehmen entscheiden. Die in der vergangenen Woche ausgesprochenen Kündigungen von zwei Reportern sind mittlerweile wegen formaljuristischer Fehler wieder zurückgenommen worden. Zu den Verkaufsspekulationen an WAZ oder Holtzbrinck äußerte er sich nicht.
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