Berliner Zeitung: Zukunft von Redaktions-Vize Röhricht steht auf der Kippe

Dienstag, 14. April 2009

Im Berliner Verlag, den jüngst das Kölner Medienunternehmen M. DuMont Schauberg (MDS) von der britischen Mecom-Gruppe übernommen hat, dreht sich das Personalkarussell weiter. Nachdem Josef Depenbrock seine beiden Posten als Geschäftsführer des Berliner Verlags und Chefredakteur der "Berliner Zeitung" (BZ) abgegeben hat, steht nun auch die Position des Stellvertenden Chefredakteurs Oliver Tom Röhricht auf der Kippe. Dies bestätigt eine MDS-Sprecherin gegenüber HORIZONT.NET: "Es ist richtig, dass wir uns in Gesprächen mit Herrn Röhricht befinden, ob und welche Perspektiven für eine Zusammenarbeit in der Zukunft bestehen." Medienberichten zufolge soll die Gespräche jedoch bereits abgeschlossen sein und der Journalist seine Kündigung zum 31. März 2010 erhalten haben. Dazu wollte die MDS-Sprecherin kein Kommentar abgeben, Röhricht selbst war bisher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Erst seit März 2008 arbeitet er als Stellvertretender Chefredakteur der "BZ". Zuvor war er in verschiedenen Positionen bei Zeitungen des Axel-Springer-Konzerns tätig - beispielsweise als Leitender Redakteur bei der "Bild am Sonntag.

Unklarheit besteht auch weiterhin darüber, wer langfristig an der Spitze der Redaktion stehen wird. Seit Ende März führt die ehemalige "Zeit"-Journalistin Brigitte Fehrle das Team kommissarisch. Gerüchte um eine Rückkehr von Uwe Vorkötter, derzeit Chefredakteur des MDS-Titels "Frankfurter Rundschau", haben sich bisher nicht bestätigt. Die MDS-Verlagsführung wolle erst dann eine Entscheidung treffen, wenn sie die Redaktionsmitglieder in Berlin besser kennengelernt habe, lautete kürzlich eine schwammige Erklärung des Unternehmens. bn
Meist gelesen
stats