Berliner Pannenflughafen: Die Mammut-Aufgabe des Hartmut Mehdorn

Freitag, 08. März 2013
Hartmut Mehdorn (Foto: Deutsche Bahn)
Hartmut Mehdorn (Foto: Deutsche Bahn)

Hartmut Mehdorn ist gelandet. Allerdings dort, wo ihn kaum einer erwartet hätte. Der 70-Jährige ist ab Montag neuer Chef des Berliner Pannen-Hauptstadt-Flughafens BER, dessen Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben ist. Mit Sanierungen, Sparkursen und Restrukturierungen kennt sich der Topmanager und Luftfahrtexperte aus. Gleichwohl erwartet den ehemaligen Chef von Heidelberger Druck, Deutscher Bahn und von Air Berlin eine Mammutaufgabe. Der Druck durch Politik und Wirtschaft, die Pannenshow der vergangenen Monate, genervte Bürger und verunsicherte Mitarbeiter - es gibt günstigere Voraussetzungen für einen beruflichen Neuanfang.

Zumal der Ex-Bahnchef nicht der Wunschkandidat ist. Der hieß Wilhelm Bender und war mal Geschäftsführer des Frankfurter Flughafens.  Keine Frage: Das nötige Rüstzeug und die Erfahrung für die Aufgabe bringt Mehdorn mit. Mit Grabenkämpfen kennt er sich aus, mit öffentlichen Shitstorms auch. Der Entscheider ist einer der meistgehasstesten Manager in Deutschland. Denn bleibt abzuwarten, ob das alles reicht, in der Dauerdiskussion um Eröffnungstermin und Brandschutzverordnungen. Er muss Vertrauen zurückgewinnen und ein Projekt vollenden, von dem niemand so recht weiß, ob es überhaupt zu retten ist.  Mehdorn, der als Air Berlin-Chef selbst eine Schadensersatzklage gegen den Flughafen initiiert hat, glaubt an das Projekt.  Für ihn ist ab heute BER ready for take off. mir
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