Berlecon Research: B2B-Marktplätze trotzen Dotcomkrise mit neuen Geschäftsfeldern

Freitag, 20. Juli 2001

Trotz der angespannten Lage in der New Economy ist die Zahl der Insolvenzen bei den B2B-Marktplätzen vergleichsweise gering. Die deutschen Web-Marktplätze begegnen dem allgemeinen Negativ-Trend durch Umorientierungen in den Geschäftsmodellen und durch das Angebot von Zusatzleistungen. Zu diesem Ergebnis kommt das Berliner Wirtschaftsforschungs- und Analyseunternehmen Berlecon Research in einer aktuellen Studie.

Den Angaben zufolge haben bis zum Frühjahr dieses Jahres zwar 24 Handelsplattformen ihren Betrieb eingestellt. Eine klare Mehrheit dieser Marktplätze hat sich laut Studie jedoch aufgrund einer Umorientierung im Geschäftsmodell vom Markt verabschiedet, nur 13 Prozent sollen konkursbedingt aufgegeben haben. Für die Mehrzahl der insgesamt 183 aktiven Anbieter in Deutschland stellt der Betrieb einer Handelsplattform nach wie vor das Kerngeschäft dar. Zusätzliche Einnahmen werden jedoch vermehrt über die Integration von Handelspartnern oder durch zusätzliche Dienstleistungen erzielt.

Hier spielen laut Berlecon Research sowohl Fulfillment-Dienste wie Logistik und Zahlungsabwicklung als auch Software-Lizensierung und Beratungsdienstleistungen eine wesentliche Rolle. Für die Marktanalyse haben die Berliner Wirtschaftsforscher eine Umfrage unter 98 deutschen Marktplatzbetreibern durchgeführt und die Berlecon Research-Marktplatzdatenbank mit fast 1500 internationalen Einträgen ausgewertet.
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