Bellevue-Relaunch mit übersichtlicherer Optik und mehr Service

Mittwoch, 17. Mai 2006

Mit umfassenden inhaltlichen und optischen Neuerungen erscheint ab Ende Mai der Immobilientitel "Bellevue". Vor zwei Jahren schrieb das Magazin nach einer Verlustphase wieder schwarze Zahlen. Nun will Andrea Ringeling, seit 2003 Geschäftsführerin des Hamburger Verlags Bellevue and More, die Profitabilität weiter verbessern - mit einer Erhöhung des Copypreises von 5 Euro auf 5,80 Euro. Flankierende Maßnahmen: ein Relaunch plus Printkampagne (Agentur: Plus Insight, Hamburg). Vorausgegangen war eine Leserbefragung, die sowohl die höhere Preisakzeptanz als auch Inhaltliches aufzeigte: "Wir wollen unsere Service- und Deutschland-Kompetenz stärker herausstellen", sagt Ringeling. "Bellevue" berichte nicht nur über 10-Millionen-Euro-Villen in Spanien, sondern auch über Häuser "in erschwinglicheren Preislagen bis 400 000 Euro in Deutschland". Damit will Ringeling den teils immens gestiegenen Immobilienpreisen in beliebten Auslandsmärkten Rechnung tragen.

Dennoch sollen auch weiterhin Reportagen über Edel-Objekte an den schönsten Küsten dieser Welt Platz im Blatt finden: "Mit Themen zum Träumen wollen wir das Heft stärker emotionalisieren", sagt Ringeling. Zudem wird der Nutzwert erhöht - mit Tipps zu Versicherungen, Steuern und Energiesparen. Damit soll die verkaufte Auflage, die nicht zuletzt wegen des Immobilienbooms in den neuen Bundesländern Mitte der 90er Jahre bei über 40.000 Heften lag, wieder dauerhaft die 20.000-Stück-Grenze überschreiten (IVW 1/2006: 18.500).

Vor allem mit Blick auf Markenartikler als Anzeigenkunden will die 27-köpfige "Bellevue"-Verlags- und Redaktionsmannschaft das Monatsheft übersichtlicher, frischer und großzügiger gestalten. Bisher generiert der Verlag, an dem die Burda-Tochter Tomorrow Focus (41,7 Prozent), die Bausparkasse Schwäbisch Hall (33,2) sowie die Verlagsgruppe Handelsblatt (25,1) beteiligt sind, rund 90 Prozent seines Werbeumsatzes aus Inseraten von Immobilienmaklern. Im vergangenen Jahr stieg der Anzeigenumsatz von "Bellevue" um 5 Prozent auf rund 3 Millionen Euro brutto.

Durch Immobilienbörsen im Internet sieht Ringeling ihr Geschäftsmodell nicht bedroht: "Hochwertige Objekte lassen sich im Web kaum adäquat darstellen." Gleichwohl will sie künftig mehr Vermarktungspakete mit dem eigenen Internetauftritt schnüren. rp/se

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