Beim Vertrieb von Elektro-Produkten spielt das Internet bislang keine Rolle

Donnerstag, 02. November 2000

Das Internet wird als eigenständiger Vertriebskanal von Consumer Electronics und anderen Elektroprodukten in den nächsten fünf Jahren keine Rolle spielen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Erfurt und der Hamburger Kommunikationsagentur Complan Medien. Da es sich bei Elektrogeräten um Produkte handele, bei deren Kauf der Kunde Wert auf eine fachkundige persönliche Beratung lege, bleibe E-Commerce in diesem Bereich dem herkömmlichen Verkauf durch den Händler deutlich unterlegen. Die Bedeutung des Internet beim Kauf von Elektroartikeln liege eher, so Klaus Müller-Neuhoff vom Fachbereich Betriebliche Kommunikation an der Uni Erfurt, in der Möglichkeit, einen zusätzlichen Kommunikationskanal zum Kunden herzustellen, sowie in der Rationalisierung und Beschleunigung bestehender Geschäftsprozesse. Die Befragung hat ergeben, dass nur 3,5 Prozent der Verbraucher schon einmal Elektroprodukte übers Web geordert haben. 60 Prozent wollen von dieser Einkaufsmöglichkeit keinen Gebrauch machen, 31 Prozent können sich immerhin vorstellen, in Zukunft online zu kaufen. An der Studie „Vertriebswege für CEE – Internet, Images und Trends“, abgekürzt „VIT 2000“, haben sich die Fachhandelskooperationen Expert, Interfunk und Ruefach beteiligt. 1000 Verbraucher wurden telefonisch, über 4000 Fach- und Handelsunternehmen, Behördenverteter, Politiker und Journalisten schriftlich befragt.
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