Bayerischer Verlegerverband macht sich für Paid Content stark

Montag, 26. Oktober 2009
VBZV-Chef Andreas Scherer
VBZV-Chef Andreas Scherer

Immer mehr Verleger sprechen sich für Paid Content aus. Im Vorfeld der Medientage München hat sich Andreas Scherer, Geschäftsführer der "Augsburger Allgemeinen Zeitung" und Vorsitzender des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV), für Bezahlinhalte im Internet ausgesprochen. Zeitungshäuser böten "gute und umfangreiche Qualitätsauftritte und deshalb müssen wir versuchen, das Ganze jetzt zu refinanzieren", sagte Scherer im Interview mit der dpa. Die stark steigende Zahl der reinen Online-Leser und die sinkende Zahl der Zeitungsabnonnenten zwinge die Zeitungsverlage dazu, vermehrt auf Paid Content zu setzen. Dabei setzt Scherer vor allem auf regionale und lokale Inhalte, die regionale Zeitungen meist exklusiv haben.

Reguläre Zeitungsabonennten sollen die Online-Auftritte auch weiterhin umsonst nutzen können. "Es ist aber nur fair und richtig, diejenigen Online-User, die unsere Qualitätsinhalte kostenfrei genutzt haben, an unseren Aufwendungen zu beteiligen", erläutert Scherer.

Zudem forderte der VBZV-Vorsitzende einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für das Onlinegeschäft, ein Leistungsschutzrecht im Internet und eine Lockerung des Presse-Fusionsrechts. dh
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