Bayerischer Rundfunk schiebt "trimediale Reform" an

Freitag, 12. Oktober 2012
BR-Intendant Ulrich Wilhelm
BR-Intendant Ulrich Wilhelm

Der Bayerische Rundfunk will sich mit einer umfassenden Strukturreform zukunftsfest machen. Die bislang getrennten Redaktionen für Fernsehen, Hörfunk und Online werden am Standort Freimann zusammengeführt und sollen künftig alle Medienkanäle bedienen. Die notwendigen Baumaßnahmen werden voraussichtlich zehn Jahre in Anspruch nehmen. Ziel der trimedialen Reform ist eine enge journalistische Vernetzung der Mitarbeiter. Der BR soll sich künftig nicht mehr als reiner Hörfunk- und Fernsehsender definieren, sondern als Qualitätsanbieter von Audio- und Videoinhalten. "Wir werden weiterhin die seit Jahren bekannten und beliebten Fernseh- und Hörfunk-Sendungen produzieren. Und gleichzeitig werden wir verstärkt Formate anbieten, die im Internet gängig sind. Denn das Internet verändert die Mediennutzung in unverkennbarem Ausmaß", erklärt Intendant Ulrich Wilhelm die Pläne.

Um die crossmedialeZusammenarbeit zu ermöglichen, wird das Gros der Fachredaktionen am bisherigen Fernseh-Standort in Freimann gebündelt. Dort entsteht ein trimediales "Aktualitätszentrum". Bislang sind die Redaktionen auf drei verschiedene Standorte in München (Hörfunk), Freimann (Fernsehen) und Unterföhring (TV-Unterhaltung) verteilt. Die dafür notwendigen Baumaßnahmen werden sich voraussichtlich über zehn Jahre hinziehen. Zu den Kosten für die Reform macht der BR keine Angaben. dh
Meist gelesen
stats