Bauers Grosso-Tochter wirbt Saarbach-Vertrieb von Axel Springer ab

Freitag, 31. August 2007

Die Scharmützel zwischen der Bauer Verlagsgruppe und Axel Springer auf dem Hamburger Grossisten-Markt gehen in die nächste Runde: Wie Bauer vermeldet, arbeitet der Vertriebsdienstleister W.E. Saarbach, Hürth, in der Hansestadt ab 1. März 2008 mit dem Bauer-eigenen Grossisten Pressevertrieb Nord (PVN) zusammen. Saarbach, eine Tochter der G+J-Vertriebssparte DPV, betreut den Vertrieb zahlreicher internationaler Titel in Deutschland, darunter "GQ", "The Economist", "Time" und "Weltwoche". Auf der nächsten Logistik- und Handelstufe, dem Grosso, arbeitet Saarbach auf dem Hamburger Markt bisher mit dem Buch- und Presse-Großvertrieb (BPG) zusammen, der mehrheitlich zu Axel Springer gehört. Auch der Speyerer Klambt-Verlag ("In", "Frau mit Herz") wechselt 2008 in Hamburg vertrieblich von Springer zu Bauer. Dem Vernehmen nach hat sich Bauer intensiv darum bemüht, beide Neukunden von Springer abzuwerben. Denn zuvor hatte Bauers PVN einen bitteren Mandantenverlust zu beklagen: Der Münchner Burda-Verlag lässt seine "Bunte", "Focus" und Co seit diesem Sommer von Springers BPG an die Hamburger Kioske verteilen; Burda war zuvor PVN-Kunde. Zwei konkurrierende Grosso-Unternehmen in einer Stadt gibt es nur in Berlin und Hamburg.

In der Hansestadt betreut Bauers PVN neben den eigenen Titeln unter anderem die Hefte von G+J, Condé Nast, "Spiegel", "FAZ" und "Die Zeit". Axel Springers BPG vertreibt neben den eigenen und Burdas Titeln unter anderem das Portfolio des Jahreszeiten Verlags ("Für Sie", "Petra") und des WAZ-Konzerns ("Gong", "Die Aktuelle"). rp





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