Bauer zerrt "Spiesser" vor Gericht

Freitag, 04. November 2011
Bauer ist der Erfolg von "Spiesser" ein Dorn im Auge
Bauer ist der Erfolg von "Spiesser" ein Dorn im Auge

Bauer hat die nächste Runde im Kampf gegen die Schülerzeitschrift "Spiesser" eingeläutet. Der Hamburger Großverlag hat wegen angeblichen Wettbewerbsverstoßes beim Landgericht München Klage gegen den Konkurrenten aus Dresden eingereicht, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Bauer bezweifelt, dass die Auflagenzahlen, mit denen "Spiesser" um Anzeigenkunden wirbt, der Realität entsprechen. Das Schülermagazin aus Dresden, das sich an eine ähnliche Zielgruppe wie Bauers Klassiker "Bravo" richtet, wird kostenlos an Schulen verteilt. Daraus ergibt sich laut der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern IVW eine Auflage von zuletzt rund 771.000 Exemplaren. Zum Vergleich: Die "Bravo", deren Auflage seit Jahren sinkt, kam im 3. Quartal 2011 auf eine verkaufte Auflage von rund 410.000 Exemplaren.

Bauer zweifelt die offiziellen Zahlen allerdings an. Ende März hatte der Verlag stichprobenartig Schulen in Bayern angeschrieben und von den Schulleitungen Auskunft darüber verlangt, ob der "Spiesser" dort tatsächlich ausliegt. Aus den Antworten schloss der Verlag, dass die Zahlen der Dresdner nicht korrekt sind.

Im Juni hatte das Landgericht Hamburg eine Unterlassungsklage von Bauer abgewiesen. Der Verlag wollte mit einer einstweilitgen Verfügung erreichen, dass "Spiesser" nicht mehr mit seinen Auflagenzahlen werben darf. Nun nimmt Bauer in München einen neuen Anlauf. Der Prozess beginnt am 15. Februar 2012. dh
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