Bauer wächst nur noch durch Zukäufe im Ausland

Dienstag, 16. Dezember 2008
Kämpft mit Anzeigenminus in Deutschland: Verleger Heinz Bauer
Kämpft mit Anzeigenminus in Deutschland: Verleger Heinz Bauer

Die Hamburger Bauer Verlagsgruppe benennt sich um - in „Bauer Media Group". Damit will das Familienunternehmen der wachsenden Bedeutung des internationalen Geschäfts Rechnung tragen, sagte Verleger Heinz Bauer bei der Präsentation seiner Jahresbilanz am Dienstag in Hamburg. Bis Ende 2008 rechnet Bauer mit einem Auslandsumsatz von 877 Millionen Euro, das sind rund 5 Prozent mehr als 2007 (835 Millionen Euro) und mittlerweile rund 49 Prozent des Gesamtumsatzes (2007: 46 Prozent).

Und darin sind die Umsätze der britischen Verlagstochter Bauer Media noch nicht einmal berücksichtigt: Mit der Übernahme der Publikumszeitschriften- und Radiosparte des britischen Verlags Emap hatte sich Bauer zu Anfang dieses Jahres rund 400 Millionen Euro Umsatz  hinzugekauft und dürfte damit seinen Auslandsanteil im kommenden Jahr auf rund 70 Prozent steigern. Erst zum 31. Dezember will Bauer die Emap-Umsätze erstmals im Konzernabschluss konsolidieren.

Klar ist hingegen: Im Deutschland-Geschäft regieren die Minuszeichen. Hierzulande erwartet Bauer in diesem Jahr einen Umsatz von nur noch 910 Millionen Euro, das sind 7 Prozent weniger als 2007 (979 Millionen Euro). 2006 lag der Inlandsumsatz noch über der Milliardengrenze. Insgesamt dürfte der Bauer-Umsatz - ohne die ehemaligen Emap-Sparten - im laufenden Jahr um 1,5 Prozent auf rund 1,79 Milliarden Euro sinken. 2007 waren die Gesamterlöse gegenüber 2006 noch um 1,3 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro gestiegen. Die Bauer Media Group publiziert weltweit 282 Zeitschriften, auf dem deutschen Markt erscheinen 48 Titel. rp
Meist gelesen
stats