Bauer und Ippen bieten für den "Tagesspiegel"

Montag, 16. Juni 2003

Offenbar besteht an der Übernahme des defizitären Berliner "Tagesspiegel" mehr Interesse als der bisherige Eigner, die Stuttgarter Verlagsgruppe Holtzbrinck, glauben machen will. Rechtzeitig vor Ende der Bieterfrist um das hochdefizitäre Blatt am heutigen Montag haben die Verlage Bauer und Ippen, wie in HORIZONT (20/2003) berichtet, ein Kaufangebot eingereicht.

Holtzbrinck hatte gegenüber Wirtschaftsminister Clement behauptet, dass der "Tagesspiegel" unverkäuflich sei. Clement soll daher für den Zusammenschluss mit der neu erworbenen "Berliner Zeitung" eine Ministererlaubnis erteilen. Stattdessen forderte Clement aber ein Auktionsverfahren, das von der Bank Sal. Oppenheim betreut wird. Bis Freitag sollen bei der Bank fünf Angebote eingegangen sein. Drei Investmentfonds, Bauer und Ippen sollen dabei sein. Nächste Woche will die Bank die Angebote weiterleiten und eine Zuschlagsempfehlung abgeben. he
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