Bauer gründet Zentralredaktion für Service-Themen bei drei Frauenzeitschriften

Mittwoch, 03. Dezember 2008
Die Bauer Verlagsgruppe bündelt bestimmte Redaktionsbereiche
Die Bauer Verlagsgruppe bündelt bestimmte Redaktionsbereiche

Die Bauer Verlagsgruppe hat sich für ein auf bestimmte Themenbereiche begrenztes Zentralredaktionsmodell entschieden. Für seine wöchentlichen Frauenzeitschriften "Neue Post", "Das neue Blatt" und "Das Neue" hat der Hamburger Verlag den Redaktion Service Compact (RSC) gegründet. Hier werden insgesamt 19 Mitarbeiter titelübergreifend für die Bereiche Gesundheit, Reise, Ratgeber, Rezepte, Beauty und Mode schreiben. Bei der People- und Society-Berichterstattung soll jedes Magazin eigenständig bleiben, hier arbeiten insgesamt 66 Mitarbeiter. Die Neustrukturierung findet laut Verlag ohne Personalabbau statt.

Die Titel werden teils von einer Gemeinschaftsredaktion bestückt
Die Titel werden teils von einer Gemeinschaftsredaktion bestückt
Mit dem Redaktionspool für die Service-Themen will Malte von Bülow, Verlagsleiter unterhaltende Frauenzeitschriften, Kosten im Produktionsbereich sparen und effzientere Strukturen schaffen, um "die Qualität der Seiten zu steigern".  Mit dem RSC-Modell führt das Hamburger Medienhaus erstmals systematisch eine titelübergreifende Redaktionsstruktur aus bestehenden Redaktionen heraus ein. Ob künftig weitere Titel in RSC integriert werden können, ist offen. Von Bülow: "Ich kann nur sagen: Das Modell gilt für die drei Titel aus meinem Verlagsbereich."

Von den drei betroffenen Wochenzeitschriften hat "Neue Post" mit rund 802.000 verkauften Exemplaren im 3. Quartal (minus 7,6 Prozent) die größte Auflage, gefolgt von "Das neue Blatt" mit circa 576.000 (minus 8,1) und "Das Neue" mit rund 239.000 verkauften Heften (plus 1,8).

In den vergangenen Wochen haben verschiedene Medienhäuser titelübergreifende Redaktionspools eingeführt. So arbeitet G+J für seine Wirtschaftstitel mit einem Zentralredaktionsmodell, das - anders als das Bauer-Modell - alle Themenbereiche umfasst. Auch die WAZ-Mediengruppe plant ein zentrales Redaktionsmodell. se
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