Bauer: Drei Women’s-Weeklies-Chefredakteurinnen müssen Posten abgeben

Freitag, 02. Oktober 2009
Bauers Women's-Weeklies-Geschäftsführer Jörg Hausendorf
Bauers Women's-Weeklies-Geschäftsführer Jörg Hausendorf

Die Bauer Media Group plant, die Redaktionen ihrer wöchentlichen Frauenzeitschriften teilweise zusammenzuführen, um Synergien zu nutzen, möglicherweise Stellen zu streichen und Kosten zu sparen. So übernimmt Sabine Fäth, Chefredakteurin von „Tina", zukünftig auch die Chefredaktion von „Bella". Viola Wallmüller, Chefredakteurin von „Laura", bekommt gleich zwei weitere Titel hinzu: „Alles für die Frau" und „Mach' mal Pause". Dies bestätigt Bauers Women's-Weeklies-Geschäftsführer Jörg Hausendorf. Die bisherigen Chefredakteurinnen Nina Maurischat („Bella"), Imme Schröder („Alles für die Frau") und Alexandra O'Mullan („Mach' mal Pause") geben ihre Posten ab - verließen aber gleichzeitig nicht das Haus, betont Hausendorf. Man sei in Gesprächen.

Der Grund für die Maßnahme: Der „Druck im Anzeigenmarkt" zwinge dazu, auf der Kostenseite gegenzusteuern, da die gesteigerten Vertriebserlöse (durch höhere Copypreise bei stabilen Auflagen) nur ein Viertel des Anzeigenminus' kompensieren könnten, so Hausendorf. Zugleich sollten alle fünf Magazine erhalten bleiben, bei konstanter Qualität. Wenn zugleich inhaltliche und personelle Synergien genutzt werden sollen - sprich: Stellenstreichungen -, dann funktioniere dies nur in größeren Redaktionseinheiten unter einheitlichen journalistischen Führungen, sagt der Geschäftsführer. Zugleich sei es auf diese Weise besser möglich, die Titel im Lesermarkt komplementär und weniger konkurrierend zu positionieren. Wie viele Stellen bei den Women's-Weeklies wegfallen und wann, mochte Hausendorf nicht sagen. Es sei nun die Aufgabe der Chefredakteurinnen Fäth und Wallmüller, passende journalistische Konzepte zu erarbeiten. rp
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