Bahn verkauft Deutsche Eisenbahnreklame an Ströer

Freitag, 23. September 2005

Die Würfel sind gefallen: Der Zuschlag für die Deutsche Eisenbahnreklame (DERG) geht an den Kölner Außenwerber Ströer. Dem Vernehmen nach liegt der Kaufpreis für die Vermarktung der insgesamt rund 6500 Bahnhöfe bei 140 Millionen Euro. Die Entscheidung fiel gestern Nacht zwischen Ströer, dem US-Unternehmen Viacom Outdoor und JC Decaux. Die Schweizer Affichage, das US-Unternehmen Clearchannel und die deutschen Wettbewerber AWK und Wall, die im vergangenen August ebenfalls Angebote für die DERG abgegeben hatten, sind bereits im Vorfeld ausgestiegen. Der Kaufpreis, der letztlich maßgeblich für den Ausgang des Bietverfahrens war, gilt in der Branche als überhöht: Experten hatten den Wert auf 60 Millionen Euro geschätzt.

Ströer hat vor einem Jahr Deutsche Städte Medien (DSM) für 270 Millionen Euro gekauft. Das Geld dafür stammte - wie auch beim DERG-Deal - von der Beteiligungsgesellschaft Cerberus. Es gehe bei Ströer nicht um Größe als Selbstzweck, sondern um Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit, begründete Ströer-Vorstandsvorsitzender Udo Müller im Juni sein Interesse an der DERG. Ein Unternehmen werde vom Markt erst dann ernst genommen, wenn es über eine "absolute Größe" verfüge. is

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