BVH-Prognose: E-Commerce-Umsatz steigt 2013 um 21,3 Prozent

Dienstag, 12. Februar 2013
Online-Shopping ersetzt zunehmend den Gang ins Kaufhaus
Online-Shopping ersetzt zunehmend den Gang ins Kaufhaus
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Der interaktive Handel hat im vergangenen Jahr einen neuen Umsatzrekord hingelegt. Nach den Zahlen des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH)waren es 39,3 Milliarden Euro, 15,6 Prozent mehr als 2011. Der E-Commerce übersprang die 27-Miliarden-Euro-Marke. Und nach den Vorhersagen des BVH nimmt das Wachstum weiter zu: 33,5 Milliarden Euro Umsatz wird E-Commerce in diesem Jahr erwirtschaften, ein Plus von 21,3 Prozent gegenüber 2012. Der interaktive Handel, der über den Online-Handel hinaus das Kataloggeschäft und Teleshopping umfasst, steigt demnach auf 43,5 Milliarden Euro (plus 10,6 Prozent). Zum Vergleich: Der gesamte Einzelhandelsumsatz belief sich nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE)2012 auf 427,9 Milliarden Euro.

E-Commerce legt gegenüber Offline-Bestellung zu

Mittlerweile betragen die Umsätze über klassische Bestellwege wie Brief, E-Mail oder Telefon mit 11,7 Milliarden Euro nur noch knapp ein Drittel des gesamten Umsatzes im interaktiven Handel. 70,2 Prozent (27,6 Milliarden Euro) werden über den Online-Bestellweg erwirtschaftet. Im Jahresvergleich hat der klassische Bestellweg 2012 gegenüber 2011 rund 4,8 Prozent Umsatz verloren. Der Anteil des E-Commerce wird weiter steigen, weil der interaktive Handel per Mausklick und via Smartphone- oder Tablet-Tap deutlich zunimmt. Da die Zahl der Nutzer von Smartphones stetig steigt, und dank des schnellen Mobilfunk-Übertragungsstandards LTE werde der Online-Handel in der Zukunft massiv an Fahrt gewinnen, so die Prognose der Studie "Interaktiver Handel in Deutschland 2012 - Die Entwicklung des multichannel Online- und Versandhandels B2C im Jahr 2012". Das Bielefelder Forschungsinstitut TNS Infratest hat sie im Auftrag des BVH umgesetzt. Dafür befragten die Meinungsforscher rund 30.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren.

Neue Wege im interaktiven Handel gefragt

Multi- und Cross-Channel-Ansätze - man lässt sich Waren in die Filiale liefern und holt sie dort ab - kommen zunehmend an. Bei den 14- bis 49-Jährigen haben schon bis zu 21 Prozent der Befragten solche Dienste in Anspruch genommen. Fragt man Konsumenten, ob ihnen Angebote in den sozialen Netzwerken aufgefallen sind, bejahen dies vor allem jüngere Menschen. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 51 Prozent. Bei den Dreißigern stimmen dieser Aussage noch 36 Prozent zu. Insgesamt haben soziale Netzwerke im Hinblick auf den Handel bei fast allen Altersgruppen im vergangenen Jahr einen wichtigeren Stellenwert eingenommen als noch 2011. Dem Online-Shoppen von Waren des täglichen Bedarfs trauen die Konsumenten allerdings noch nicht. Die Zustimmung liegt hier über alle Altersgruppen hinweg im einstelligen Prozentbereich. Das ist ein Indiz dafür, dass der Durchbruch des Online-Lebensmitteleinzelhandels noch auf sich warten lässt. fo
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