BVDW-Studie: Nachholbedarf bei Social-Media-Monitoring

Freitag, 16. Dezember 2011
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Deutsche Unternehmen setzen Social-Media-Maßnahmen insbesondere in den Fachbereichen Marketing und Public Relations ein. Externe Dienstleister und Weiterbildungsmaßnahmen sollen die erforderlichen Kompetenzen aufbauen und stärken. Nachholbedarf gibt es beim Monitoring. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) zur gegenwärtigen Nutzung und zukünftigen Potenzialen von Social Media in deutschen Unternehmen hervor. Für rund zwei Drittel der Unternehmen sind Marketing und Öffentlichkeitsarbeit die Abteilungen, denen die höchste Zuständigkeit für Social Media beigemessen wird. Die Geschäftsführung als Initiator und Planer für den Einsatz des jungen Mediums liegt auf Rang drei. Die stärksten Motive für die Nutzung sind mit 85 Prozent die Steigerung der Bekanntheit, die Imageverbesserung (81,5 Prozent), die Erschließung neuer Zielgruppen (74 Prozent) sowie eine stärkere Kundenbindung (72,4 Prozent).

Ob sich die Aktivitäten im Social Web bezahlt machen, messen insgesamt nur 46,6 Prozent der Unternehmen. Mit 96,7 beziehungsweise 93,5 Prozent tut der Löwenanteil dies anhand vorhandener Kennzahlen sowie durch eigene Beobachtungen. Externe Marktforschungen werden hingegen nur von knapp einem Drittel eingesetzt. Immerhin 39,8 Prozent der Unternehmen interessieren sich für Social Media Monitoring.

"Wenn Unternehmen ihre Social-Media-Aktivitäten nicht kontinuierlich anhand aktueller Kennzahlen bewerten, verspielen sie auf Dauer ihre Chance, die möglichst ganzheitliche Strategie für das Erreichen der Ziele weiter zu optimieren", so Anna-Maria Zahn, Leiterin der Unit Leistungswerte und Marktforschung der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Mehr als ein Drittel der 136 befragten Unternehmen haben spezielle Mitarbeiter, die ausschließlich Social Media verantworten, die meisten jedoch nicht in eigenen Abteilungen. 76,2 Prozent der Konzerne planen innerhalb des kommenden Jahres keine Einstellung einer Fachkraft für diesen Bereich. Fehlende interne Ressourcen gleichen 61 Prozent der Unternehmen mit der Beauftragung externer Dienstleister aus. Die beliebteste Möglichkeit der Befragten, Kompetenzen zu erlangen, ist die Investition in die Fortbildung der Mitarbeiter. Diese Schulungsmaßnahmen werden von rund 62 Prozent der Unternehmen ergriffen. hor

Einsatzgebiete von Social Media in deutschen Unternehmen
Einsatzgebiete von Social Media in deutschen Unternehmen
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