BVDW-Studie: Mobile bleibt Hoffnungsträger trotz Krise

Donnerstag, 16. Juli 2009

Experten sind sich darüber einig: Handywerbung ist einer der größten Hoffnungsträger im Onlinemarkt. Echte Belege für die Wachstumssprünge in diesem Segment sind bislang jedoch rar gesät. Nun präsentiert der Mobile Advertising Circle (MAC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) dazu eine Untersuchung. Demnach verbuchen die Mitglieder des MAC für das Jahr 2008 knapp 490 mobile Kampagnen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von mehr als 600 Prozent. Außerdem streuen Unternehmen ihre Werbemaßnahmen deutlich breiter: Wurde 2007 pro Kampagne ein mobiles Portal belegt, waren es 2008 im Durchschnitt bereits vier Handy-Plattformen. "Daran erkennt man, dass die Buchungen von mobiler Werbung für die Werbekunden erheblich erleichtert wurde", kommentiert der MAC-Vorsitzende René Bellack den Trend. Zudem wachse die Zahl mobiler Plattformen, was ebenfalls die Attraktivität des Handys als Werbeplattform steigere. Von den 136 Unternehmen, die laut MAC 2008 mobil geworben haben, stammt mit 25 Prozent erwartungsgemäß die Mehrheit aus der Telekommunikationsbranche. Besonders aktiv sind auf diesem Gebiet auch Kraftfahrzeughersteller (24 Prozent), Medienunternehmen (12 Prozent) und Anbieter von Klingeltönen (7 Prozent).

Für dieses Jahr liegen bislang noch keine Zahlen vor. Bellack geht jedoch davon aus, zur Onlinemesse Demexco im September in Köln die Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2009 vorlegen zu können. Der MAC-Vorsitzende rechnet damit, dass mobile Werbung trotz der Wirtschaftskrise weiter an Fahrt gewinnt: "Unternehmen schauen derzeit, wo man für wenig Geld größtmögliche Werbeeffizienz bekommt. Da bietet ihnen gerade Mobile gute Möglichkeiten." bn
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