BVDW-Studie: Mix aus TV und Suche wirkt besser

Freitag, 12. Februar 2010
Harald R. Fortmann
Harald R. Fortmann

Die Werbewirkung von TV-Kampagnen lässt sich deutlich erhöhen, wenn Unternehmen zeitgleich Suchmaschinenmarketing (SEM) betreiben. So steigt die ungestützte Markenbekanntheit um 31 Prozentpunkte, wenn der Werbungtreibende zusätzlich zum Fernsehspot eine Suchwortkampagne (SEA) startet. Wird parallel auch noch die Unternehmenswebsite für Suchmaschinen technisch optimiert (SEO), erhöht sich der Wert insgesamt sogar um 42 Prozentpunkte gegenüber einem alleinigen TV-Spot. Dies geht aus der Studie "TV-Werbung: Niemals ohne Suche" im Auftrag der Unit SEM im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor, die der BVDW heute bei einer Pressekonferenz präsentiert hat. Demnach wirkt sich Suchmaschinenmarketing positiv auf alle Aspekte der Markenwahrnehmung aus: Image, Kaufinteresse und Bereitschaft zur Weiterempfehlung. "Die Ergebnisse räumen mit dem Vorurteil auf, dass SEM nicht mehr kann, als nur Klicks und Conversion Rates zu generieren", kommentiert Harald R. Fortmann. Der BVDW-Vizepräsident hofft, dass die Studie insbesondere Unternehmen der Branchen Automobil und Fast Moving Consumer Goods zum Umdenken bewegt, da sie Suchmaschinen als Branding-Plattform bisher noch unterschätzen.

Bewusst hat der BVDW zuerst das Zusammenspiel von TV und SEM unter die Lupe genommen. Denn laut einer Untersuchung des RTL-Vermarkters IP Deutschland nutzen 47 Prozent der User die Medien Fernsehen und Internet mindestens einmal pro Tag parallel. Übertragen auf TV-Werbung heißt das: Wenn ein Verbraucher einen Spot sieht, kann er sofort im Web nach weiteren Informationen suchen. Genau hier muss ein Werbungtreibender den Zuschauer durch SEM abholen. Vernachlässigt er dies, kann davon der Wettbewerber profitieren, der relevante Suchwörter in eine SEM-Kampagne eingebunden hat. bn
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