BVDW-Studie: Medienbranche hinkt bei digitaler Werbung hinterher

Donnerstag, 14. März 2013
BVDW: Die Medienbranche hat in Sachen Onlinewerbung noch Nachholbedarf
BVDW: Die Medienbranche hat in Sachen Onlinewerbung noch Nachholbedarf

Die deutschen Medienunternehmen investierten 2012 lediglich 3,9 Prozent ihrer Werbeausgaben in die digitale Werbung - und hinken damit deutlich hinter anderen Branchen hinterher. Das geht aus einer aktuellen Studie des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BDVW) hervor. Insgesamt steckte die Medienbranche 174 Millionen Euro in die klassische Online-Werbung und liegt damit bei den absoluten Ausgaben auf Position sieben der OVK-Rangliste.
OVK-Vorsitzender Paul Mudter
OVK-Vorsitzender Paul Mudter
Von den zehn größten Branchen investierten im vergangenen Jahr neun einen dreistelligen Millionenbetrag in die digitale Werbung. Dies zeige, dass klassische Online-Werbung "branchenübergreifend" gefragt sei, sagte der OVK-Vorsitzende Paul Mudter. Für das Jahr 2013 erwartet der Verband vor allem im Medien-, Ernährungs- und Körperpflegebereich weiter steigende Investitionen der Werbungtreibenden.

Am investitionsfreudigsten war 2012 der Bereich der "sonstigen Werbung", unter dem der OVK die Werbeinvestitionen von karitativen Organisationen, Image- und Rubrikenwerbung sowie Unternehmens- und Firmenwerbung zusammenfasst. Hier flossen insgesamt 508 Millionen Euro und somit im Mediamix jeder vierte von zehn Euro in die digitale Werbung (39,3 Prozent). Im Branchenranking folgen Dienstleistung mit 321 Millionen (15,7 Prozent im Mediamix), die Kraftfahrzeugbranche (312 Millionen, 13,3 Prozent) sowie der Handels- und Versandsektor (300 Millionen, 10,7 Prozent). Anteilsmäßig stark in die digitale Werbung investierten im Vorjahr außerdem Computer- und Büro (26,3 Prozent im Mediamix, 88 Millionen Euro) sowie die Finanzbranche (18,3 Prozent, 204 Millionen Euro). fam
Meist gelesen
stats