BVDW-Studie: Männer nutzen Mobile mehr als Frauen

Montag, 19. Dezember 2011
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Männer nutzen mobile Kommunikation häufiger als Frauen, doch im Umgang mit sozialen Netzwerken herrscht Gleichberechtigung. Erstmals hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) zusammen mit YouGov Deutschland den „Dynamic Communication Index" (DCI) veröffentlicht. Die Ergebnisse überraschen nicht wirklich, doch als Basis für ein künftig viermal jährlich veröffentlichtes Panel sind sie durchaus brauchbar. 1050  Bundesbürger ab 16 Jahren wurden in der ersten Erhebungswelle zur ihrem Kommunikationsverhalten befragt. Von insgesamt 20 abgefragten Kommunikationsmöglichkeiten ist das Festnetztelefon nach wie vor das Nummer-1-Tool. 95 Prozent der Bundesbürger nutzen es. Immerhin 94 Prozent unterhalten sich per Mobiletelefon, E-Mails sind für 92 Prozent der Deutschen das Kommunikationsmittel ihrer Wahl.

Doch auch vergleichsweise „altmodische" Möglichkeiten wie Brief/Postkarte (88 Prozent) oder Fax (61 Prozent) werden zur Kommunikation eingesetzt. Interessant: Das gute alte Fax ist von den Befragten genauso genutzt wie die Kommunikation mittels sozialer Netzwerke (60 Prozent). Die große SMS-Euphorie scheint vorbei zu sein: 62 Prozent simsen, wenn sie mit anderen Menschen kommunizieren wollen. Mobile Chat-Apps werden nur von 9 Prozent, Microblogging sogar nur von 6 Prozent der Befragten eingesetzt, Männer sind hier stärker involviert als Frauen. Und: Wer Microblogging/Chat-Apps einsetzt, nutzt es vergleichsweise häufig.   Interessant wird sein, wie sich das Kommunikationsverhalten der Bundesbürger, gerade in Hinblick auf „Zukunftstrends" wie Microblogging und ähnliches entwickeln wird. Ziel des DCI ist, die Entwicklung der Mediennutzung und des Kommunikationsverhaltens der Bundesbürger langfristig abzubilden. vs

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