BVDA: "Einkauf Aktuell" missachtet Staatsferne

Freitag, 09. Oktober 2009
Der BVDA kritisiert Parteinahme von "Einkauf Aktuell"
Der BVDA kritisiert Parteinahme von "Einkauf Aktuell"

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) kritisiert die Deutsche Post. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe das von ihm herausgegebene Werbeblatt "Einkauf Aktuell" "in unerträglicher Weise als Instrument im Bundestagswahlkampf zugunsten einer Partei bzw. Person missbraucht". Der Titel hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel interviewt und das Gespräch am Samstag vor der Bundestagswahl im Rahmen einer Anzeige abgedruckt. Außerdem war auf der Titelseite eine Wahlanzeige mit Merkels Porträt zu sehen.

Dieses Vorgehen verstoße gegen das Gebot der Staatsferne der Presse und verletze das Neutralitätsgebot, so der BVDA in seiner Resolution. Bund und Länder als Aktionäre der Deutschen Post fordert der Verband auf, darauf zu bestehen, dass der Titel künftig die verfassungsrechtlichen Richtlinien der Printmedien umsetzt. HOR
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