BR-Intendant Thomas Gruber legt Amt vorzeitig nieder

Donnerstag, 25. März 2010
Scheidet vorzeitig aus dem Amt: Thomas Gruber
Scheidet vorzeitig aus dem Amt: Thomas Gruber

Thomas Gruber, Intendant des Bayerischen Rundfunks, legt sein Amt überraschend zum Ende des Monats nieder. Wie die Rundfunkanstalt mitteilt, hat Gruber den Rundfunkrat heute über seine Entscheidung informiert. Er macht damit von seinem vorzeitigen Kündigungsrecht Gebrauch. Offiziell wäre der Vertrag des 68-Jährigen bis Ende 2011 gelaufen. "Alles hat seine Zeit! Das gilt auch für Menschen und für ihre Aufgaben. Nach 30 Jahren beim Bayerischen Rundfunk möchte ich die Verantwortung in jüngere Hände legen", begründet Gruber seine Entscheidung: "Angesichts der großen Herausforderungen, die auf unser Haus in naher Zukunft zukommen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Generationswechsel. Entscheidend war und ist die Überlegung, wie ich am besten dazu beitra­gen kann, dass sich der Bayerische Rundfunk möglichst gut für die künftigen Aufgaben rüstet, um für die Menschen und für das Land seine Rolle als wichtigstes Medien­unter­nehmen in Bayern zu behaupten", sagte der Intendant heute vor dem Rundfunkrat. 

Gruber ist seit 2001 Intendant des Bayerischen Rundfunks. 2006 hatte der Rundfunkrat den promovierten Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. "So sehr wir Verständnis dafür haben, dass Sie die Rente mit 68 für sich in Anspruch nehmen, so sehr bedauern wir doch Ihre Entscheidung, ein Jahr früher als geplant aus dem Amt zu scheiden", würdigt Bernd Lenze, Vorsitzender des BR-Rundfunkrates die Verdienst von Gruber.

Der Rundfunkrat will nun zügig über die Nachfolge von Gruber entscheiden. Die Vorschlagsfrist für die möglichen Nachfolger endet bereits am 15. April 2010. dh
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