BOL führt Gebühren für den Bücherversand ein

Freitag, 03. Mai 2002

Die Kunden des Online-Händlers BOL werden ab sofort auch für die Auslieferung von Büchern zur Kasse gebeten. Während der Buchversand bei der Bertelsmann-Tochter bislang grundsätzlich umsonst war, müssen Online-Shopper künftig produktunabhängig 3 Euro an Portogebühren zahlen, wenn der Gesamtwert der bestellten Waren unter dem Schwellenwert von 20 Euro liegt.

Vorteile hat die neue Versandkostenpolitik aber für die Käufer von CDs, Videos oder Spielen. Denn diese Produkte wurden bislang erst am einem Bestellwert von 40 Euro kostenfrei ausgeliefert. Wer mit seinen Bestellungen unter diesem Wert blieb, musste bislang 3,30 Euro berappen.

Nach Angaben von BOL-Sprecherin Ute Weinhold waren wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend für die Neuausrichtung der Versandpolitik. Offenbar machen reine Büchersendungen immer noch den Großteil der Bestellungen des Onlinehändlers aus. BOL will mit diesem Schritt offenbar auch die Kaufgewohnheiten der Kunden beeinflussen. "Von der Umstellung des Versandmodells erhoffen wir uns, dass Kunden, die bislang immer nur ein Taschenbuch gekauft haben, in Zukunft ihre Einkäufe bündeln und dafür vielleicht das ein oder andere Produkt pro Bestellung drauflegen", so Weinhold. Anfang Februar hatte bereits der Wettbewerber Amazon in Deutschland Versandgebühren für Bücher eingeführt.
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