BGH untersagt T-Online-Werbung

Donnerstag, 17. Juni 2004

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine Werbung von T-Online untersagt, in der sich die Telekom-Tochter als "Europas größter Onlinedienst" bezeichnet. In einem Urteil gab das Karlsruher Gericht einer Klage von Wettbewerber AOL Deutschland gegen mehrere in den Jahren 1999 und 2000 verwendete Werbeaussagen teilweise statt. Die Aussage, T-Online sei Europas größter Online-Dienst, sei irreführend, weil sie nicht nur als - damals zutreffender - Hinweis auf die größte Kundenzahl verstanden werde, sondern auch auf Häufigkeit der Nutzung. Dies treffe jedoch nicht zu, stellte der BGH fest. Außerdem habe T-Online den Eindruck einer entsprechenden Präsenz in europäischen Ländern erweckt, was ebenfalls nicht den Tatsachen entspreche, weil der Dienst etwa in Großbritannien und Skandinavien nicht vertreten gewesen sei.Weitere Werbeaussagen ließ der BGH dagegen unbeanstandet, darunter der Satz, T-Online sei mit einer bestimmten Kundenzahl der größte Online-Service Europas. Mit dem Hinweis auf eine Kundenzahl werde der Verbraucher nicht irregeführt, so dass kein Verstoß gegen Wettbewerbsrecht vorliege. mas
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