B&F-Studie: Marketer unterschätzen die Bedeutung sozialer Netzwerke

Dienstag, 14. Mai 2013
Fordert eine stärkere Fokussierung der Inhalte: B&F-CCO Andreas Romanowski (Foto: B&F)
Fordert eine stärkere Fokussierung der Inhalte: B&F-CCO Andreas Romanowski (Foto: B&F)

Deutsche Unternehmen nehmen soziale Netzwerke nach wie vor nur selten als relevantes Marketinginstrument wahr. Zwar sind 79 Prozent aller befragten Firmen bei Facebook, Twitter und Co. vertreten (2012: 66 Prozent), eine marketingrelevante Strategie verfolgen damit aber nur wenige. Das geht aus einer Untersuchung der Dialogmarketing-Agentur Brüggemann & Freunde (B&F) hervor. Für die Studie Social Marketing I/2013 befragten die Autoren insgesamt 850 Marketingentscheider. 72 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Bedeutung von Social Marketing für ihre Unternehmen zunehmen wird. Allerdings haben lediglich 30 Prozent dafür ein klar definiertes Budget. Das bedeutet zwar immerhin ein Plus von 10 Prozent zur Vorjahresuntersuchung, ist angesichts des verstärkten Engagements der Unternehmen aber immer noch "eine auffällige Diskrepanz", meint B&F-Geschäftsführer Andreas Romanowski. Probleme sieht er auch bei der Integration von sozialen Netzwerken in das klassische Marketing: 27 Prozent der befragten Unternehmen stimmen die Aktivitäten nicht aufeinander ab (2012: 25 Prozent).

Zum Vergrößern bitte anklicken (Grafik: B&F)
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Von den Funktionen, die Social Marketing übernehmen soll, haben die Marketingentscheider hingegen ein eindeutiges Bild: "Markenbekanntheit, Image und Kundendialog stehen klar an der Spitze - ähnlich zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2012," erläutert Romanowski. Immerhin 60 Prozent der Befragten geben an, dass es in ihrem Unternehmen einen Verantwortlichen für Social Media gibt (2012: 51 Prozent). Angesiedelt ist Social Marketing bei drei von vier Unternehmen nach wie vor im Marketing selbst und nicht etwa in der PR oder Unternehmenskommunikation. fam
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