BDZV: Zeitungen legen im Anzeigengeschäft leicht zu

Donnerstag, 10. September 1998

"Vor allem die Entwicklung des Anzeigengeschäfts sei recht zufriedenstellend, faßte Volker Schulze, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), die Situation der Zeitungsbranche anläßlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Bonn zusammen. Dank einer verbesserten Binnenkonjunktur habe die Anzahl der gebuchten Anzeigen im ersten Halbjahr 1998 im Vergleichzum Vorjahr um fünf Prozent zugenommen. Nach wie vor gebe es ein erhebliches Gefälle zwischen den westlichen und den östlichen Bundesländern. Im Westen seien die Anzeigenumfänge um 5,1 Prozent gestiegen, im Osten nur um 3,9 Prozent. Die Auflagenentwicklung habe sich zumindest in Westdeutschland mit minus 0,29 Prozent stabilisiert. Im Osten sei die Gesamtauflage um 3,09 Prozent gefallen. EinerUmsatzsteigerung von 2,7 Prozent auf 18,68 Milliarden Mark habe 1997 eine relativ geringe Kostensteigerung von 0,55 Prozent gegenübergestanden. Die Vertriebsumsätze wuchsen um vier Prozent, das Anzeigen- und Beilagengeschäft legte um 1,9 Prozent zu. Der Gesamtwerbeumsatz aller Zeitungsgattungen belief sich 1997 auf 11,6 Milliarden Mark, davon entfielen 10,9 Milliarden Mark auf die Tageszeitungen.
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