BDZV: Verlage haben hohe Erwartungen an Paid Content

Freitag, 30. April 2010
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Verlag Paid Zeitungshaus Katja Riefler


Künftig werden Verlage zwischen 20 und 30 Prozent ihrer Online-Umsätze mit bezahlten Inhalten generieren. Mehr als die Hälfte der deutschen Zeitungshäuser unterhält bereits solche kostenpflichtigen Angebote im Netz; weitere 25 Prozent planen dies. Das sind die zentralen Erkenntnisse einer vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Auftrag gegebenen Studie, für die Entscheider in 124 deutschen Zeitungshäusern befragt wurden. Demnach rechnet jedes fünfte Haus damit, dass in den kommenden drei Jahren aus Paid Content bis zu 40 Prozent des Umsatzes mit digitalen Medien erwirtschaftet wird. Weitere 35 Prozent erwarten bis zu 15 Prozent Umsatzanteil. "Die Tendenz ist eindeutig, die Verlage glauben an Bezahlinhalte im Netz und auf mobilen Endgeräten", resümierte Medienforscherin Katja Riefler. Dafür hätten sie auch gute Gründe: Bisher werde die Bereitschaft der Nutzer, für exklusive Inhalte im Netz Geld auszugeben, deutlich unterschätzt.

Wichtig für den Erfolg von Paid Content sei ein differenziertes Angebot für unterschiedliche Nutzergruppen. Dabei müsse es den Verlagen vor allem gelingen, aus gelegentlichen Website-Besuchern regelmäßige User zu machen. Derzeit seien 15 Prozent der Nutzer für rund 75 Prozent der Seitenaufrufe auf den Verlagswebsites verantwortlich. Mit einem größeren Stammpublikum würden kostenpflichtige Internetangebote stärker als bisher angenommen. bn
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