BCG-Chef Gregor Vogelsang: "Wir blasen zum Angriff"

Donnerstag, 04. April 2013
Gregor Vogelsang
Gregor Vogelsang


Nachdem sich die Burda Creative Group (BCG) im Mai 2012 endgültig vom Markennamen Burda Yukom verabschiedet hat, setzt BCG-Geschäftsführer Gregor Vogelsang nun Stück für Stück seine eigene Agenda durch. Und das heißt: deutlich engere Anbindung an den Mutterkonzern, mindestens vier Standorte in Deutschland und Ausbau eines internationalen Netzwerks. Im Interview erklärt er, wie das gehen soll.

"Hamburg ist erst der Anfang"

Wie war die Geschäftsentwicklung der Burda Creative Group im vergangenen Jahr?
Gregor Vogelsang: Wir sind sehr zufrieden. In unseren Kerngeschäftsfeldern Redaktion, Konzeption, Kreation und Beratung haben wir die Umsätze um 24 Prozent gesteigert. Und auch bei der Wertschöpfung haben wir im zweistelligen Bereich zugelegt.

Bislang kam das Wachstum vor allem aus dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts, wie sieht es mit Neugeschäft aus?
Nachdem wir im vergangenen Jahr viele interne Hausaufgaben erledigt haben, blasen wir jetzt sehr deutlich zum Angriff. Und zwar in Burda-Qualität und mit entsprechendem Burda-Gewicht.

Sie machen uns neugierig.
Wir haben sehr konkrete Wachstumspläne und setzen neben dem Aufbau in neue Kompetenzen auf eine breite, internationale Multistandort-Strategie. Im Juni eröffnen wir dafür als ersten Schritt einen Standort in Hamburg.

Hat Sie die Eröffnung des Münchner Büros von Gruner + Jahr Corporate Editors im vergangenen September so sehr geärgert, dass Sie nun an der Elbe zum Gegenangriff übergehen?
Zunächst einmal sehe ich, ehrlich gesagt, die Münchner Ambitionen der Gruner + Jahr-Kollegen sehr entspannt. Für uns ist Hamburg schlicht ein extrem attraktiver Standort. Wir werden näher an unseren bestehenden Auftraggebern und Partnern im Norden sein und es gibt dort enorm viel Potenzial auch für Neukundengeschäft.

Wie groß soll die Hamburger Dependance werden?
Wir starten zunächst mit einem Team von fünf Mitarbeitern.

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Das vollständige Interview mit Gregor Vogelsang erscheint in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 14/2013 vom 4. April 2013.

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Das hört sich aber eher nach einem Stachel im Fleisch von Gruner + Jahr an, als nach dem ganz großen Angriff.
Wir planen parallel zum wachsenden Geschäft den schnellen Auf- und Ausbau von Kapazitäten vor Ort. Ich bin überzeugt, dass der neue Standort sehr großes Potenzial hat. Außerdem gehen wir an der Elbe mit der geballten Burda-Kompetenz an den Markt und werden die Nähe zu den übrigen Hamburger Burda-Kollegen nutzen. Darüber hinaus spielt Hamburg eine extrem wichtige Rolle bei unseren europaweiten Wachstumsplänen. Hamburg ist ja erst der Anfang.

Erst Hamburg, dann der Rest der Welt?
Nicht ganz, aber so ähnlich. Noch in diesem Jahr werden wir neben Hamburg auch Berlin deutlich ausbauen und wahrscheinlich auch im Rheinland investieren. Im nächsten Schritt sollen und werden dann die jeweiligenStandortgeschäftsführer die europaweite Expansion vorantreiben. Von Hamburg aus werden wir in Richtung Großbritannien und Skandinavien schauen, von Berlin aus Richtung Osteuropa, vom Rheinland aus in Richtung Benelux und von München aus vor allem in Richtung Österreich und Schweiz. Jeder Standort hat dabei immer die gesamte Burda-Power im Rücken. as
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