BBC will Online-Budget um ein Viertel kürzen

Montag, 24. Januar 2011
Die BBC will ihre Online-Aktivitäten drastisch einschränken
Die BBC will ihre Online-Aktivitäten drastisch einschränken
Themenseiten zu diesem Artikel:

BBC Deutschland Großbritannien Onlinebudget ARD ZDF


Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien wird die Online-Expansion der öffentlich-rechtlichen Sender immer wieder diskutiert. Die BBC zieht daraus nun Konsequenzen. So wird der Sender bis 2013 seine Onlinebudget von aktuell 137 Millionen Pfund um ganze 25 Prozent kürzen. Dies berichtet der Branchendienst Brandrepublic.com. Aufgrund der Einsparungen fällt die Hälfte der bislang 400 Top-Level-Domains weg und es werden insgesamt 360 Arbeitsplätze abgebaut. Inhaltlich sollen unter anderem die Berichterstattung über Prominente, Nachrichten-Blogs, Digital-Radio-Sites und Communities heruntergefahren beziehungsweise eingestellt werden. Zusätzlich will die BBC den Traffic verstärkt von der eigenen Website auf andere Onlineplattformen weiterleiten. Ziel ist, die Click-trough-Rate zu verdoppeln. Darüber hinaus soll der Dialog mit privatwirtschaftlichen Medienhäusern verstärkt werden.

Die Entscheidung der BBC könnte auch für ARD und ZDF Konsequenzen haben, wird die britische Sendeanstalt doch hierzulande als das große Vorbild der Öffentlich-Rechtlichen angesehen. Vor allem Verlage dürften die Entscheidung der BBC zum Anlass nehmen, die Debatte erneut zu befeuern. bn
Meist gelesen
stats