BBC und ITV kaufen WM-Übertragungsrechte von Kirch

Freitag, 19. Oktober 2001

Nach intensiven Vertragsverhandlungen hat die Zitterpartie für die bereits WM-qualifizierten Engländer ein Ende. Am Donnerstag unterzeichneten Kirch-Media, Inhaber der weltweiten Fernsehrechte für die Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006, und die beiden britischen Free-TV-Sender BBC und ITV entsprechende Verträge.

Der öffentlich-rechtliche Sender BBC und der kommerzielle Anbieter ITV werden für die Ausstrahlung aller 64 Spiele der Weltmeisterschaften 2002 in Korea/Japan und 2006 in Deutschland nach Branchenschätzungen 500 Millionen Mark zahlen. Ursprünglich wollte Kirch Media die Übertragungsrechte an Rupert Murdochs Pay-TV-Sender BSkyB verkaufen, doch sieht das britische Medienrecht eine Ausstrahlung der Weltmeisterschaft im Free-TV vor.

Zugleich gelang es Kirch Media, in Brasilien die WM-Übertragungsrechte für 2002 an den Free-TV-Sender Globo zu verkaufen. In Argentinien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Uruguay und Venezuela werden die Weltmeisterschaften dagegen auf dem Pay-TV-Sender DIRECTV zu sehen sein. In Korea teilt sich ein TV-Anbieter-Pool, bestehend aus den öffentlich-rechtlichen Fernsehveranstaltern KBS (Korea Broadcasting System) und MBC (Munwha Broadcasting System) sowie dem privaten Anbieter SBS (Seoul Broadcasting System), die Übertragungsrechte.
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