B-to-B-Unternehmen schöpfen Potenziale bei der Onlinewerbung nicht aus

Donnerstag, 08. November 2012

Online gilt bei Marketern als Chance, Kunden effizient und gezielt anzusprechen. Allerdings schöpfen besonders B-to-B-Unternehmen im Marketing nicht die Möglichkeiten der Onlinewerbung aus. Das zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Messe Interaktiv (DMI). Die Fachhochschule Münster hatte dazu im Sommer 937 Entscheider befragt. Für die Geschäftsführer, Manager und Inhaber ist das Internet die erste Quelle für die Informationsrecherche. Vor allem Suchmaschinen nutzen die Unternehmensentscheider für die Recherche sowie Anbieterwebsites. Allerdings spielen auch die persönlichen Kontakte zu Marktpartnern nach wie vor eine wichtige Rolle in der Investitionsgüterindustrie.

Ähnliches gilt für Fachmedien, Messen und Anbieterkataloge. Onlinewerbung hingegen ist für 80 Prozent der Entscheider irrelevant. Die Hälfte der Befragten hält die Angebote für zu oberflächlich oder vermisst die gesuchten Produkte und Dienstleistungen. Hinzu kommt: Das Zeitfenster für die Kundenansprache ist ziemlich eng.  Über die Hälfte der Befragten trifft Investitionsentscheidungen innerhalb von drei Wochen. Das Marketing, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, sollte sich daher nicht nur auf wenige Wochen beschränken, sondern kontinuierlich über das gesamte Jahr stattfinden. Nur so gelinge es, in den entscheidenden Wochen der Erstinformation im Internet bei den Kunden präsent zu sein.

Das erhöht zwar die Marketingausgaben, die Investition dürfte sich für die Unternehmen allerdings dennoch rechnen. Onlinewerbung könne so den Anbietern von Industriegütern helfen, neue Zielgruppen  zu erschließen. "Ganzjährige Präsenz und stärker am Kunden ausgerichtete Informationsangebote sind der Schlüssel hierzu", sagt DMI-Geschäftsführer Michael Breyer. mir
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