Axel Springer will notfalls Zeitschriften verkaufen

Donnerstag, 05. Januar 2006

Um das Bundeskartellamt für die Übernahme von Pro Sieben Sat 1 Media gnädig zu stimmen, stellt Axel Springer den Verkauf von mehr als 30 Zeitschriftentiteln in Aussicht, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". In einem Schreiben an die Bonner Behörde, das der Zeitung vorliegt, soll der Verlag anbieten, sämtliche Fernseh- und Familienmagazine zu veräußern. Die zuständige Beschlussabteilung unter Klaus Paetow will bis zum 20, Januar entscheiden, ob Axel Springer das TV-Unternehmen kaufen darf. Die Behörde hatte in einer Abmahnung Ende November 2005 ein negatives Votum in Aussicht gestellt, weil Springer eine zu starke Position im Lesermarkt für Straßenverkaufszeitungen, im Fenrsehwerbemarkt sowie im bundesweiten Anzeigenmarkt bekommen würde.

In dem Brief erklärt Springer, durch den Verkauf mehr Wettbewerb um Leser und Anzeigen im Zeitschriftenmarkt ermöglichen zu wollen. Damit könnten vermeintliche Nachteile durch den geplanten Kauf der TV-Gruppe ausgeglichen werden. pap



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