Axel Springer verbessert operatives Geschäft

Donnerstag, 14. August 2003

Das Medienhaus Axel Springer hat im 1. Halbjahr 2003 sein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita vor Sonderfaktoren) von 50 Millionen Euro im Vergleichzeitraum des Vorjahrs auf 120 Millionen Euro verbessert. Den Anstieg führt das Unternehmen vor allem auf die Fortsetzung des Restrukturierungsprogramms zurück. Der Konzernumsatz lag mit 1,2 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Konzern-Halbjahresüberschuss erhöhte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 25 Prozent auf 90 Millionen Euro.

Zur Stabilisierung des Konzernumsatzes trug vor allem die Steigerung der Vertriebserlöse um 5,5 Prozent auf 567 Millionen Euro bei. Ihr Anteil am Gesamtumsatz liegt jetzt bei 47,3 Prozent. Damit konnte der Rückgang der Anzeigenumsätze von 508 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr auf 480 Millionen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres überkompensiert werden.

Von dem Anzeigenrückgang sind die Zeitungen stärker betroffen gewesen als die Zeitschriften. Der Cash-Flow war nach minus 5 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2002 mit 130 Millionen Euro 2003 wieder deutlich positiv. Zum 30. Juni 2003 verfügt Axel Springer über liquide Mittel in Höhe von 211 Millionen Euro (Vorjahr: 56 Millionen Euro).

"Die erfreuliche Stärkung des Ertrags, die ohne Einbeziehung von Sondereffekten aus Veräußerungen erreicht wurde, belegt den Erfolg dieser Maßnahmen", meint Vorstandschef Mathias Döpfner. Die Marktlage bleibe aber "überaus schwierig". Dennoch plant das Unternehmen Investitionen in neue Zeitschriften und Zeitungen. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand ein Ergebnis über dem Vorjahresniveau. nr
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