Axel Springer und Brand Media testen gemeinsame Vermarktung

Donnerstag, 21. Juni 2012
Die Verleger Thomas Ganske (l.) und Christian Medweth tun sich mit Axel Springer zusammen
Die Verleger Thomas Ganske (l.) und Christian Medweth tun sich mit Axel Springer zusammen


Wieder machen die Verlage einen kleinen Schritt, um der von den Mediaagenturen aufgestellten Forderung näher zu kommen, sich zu größeren Einheiten zusammenzuschließen: Axel Springer Media Impact (ASMI) und der vergangenes Jahr gegründete Vermarkter Brand Media wollen bei der Vermarktung der Zeitschriften kooperieren. Dazu gründen sie die Initiative "More Media, More Impact" (MMMI). Für Brand Media hatten sich im November 2011 Jahreszeiten Verlag ("Für Sie") und Media Group Medweth ("Madame", "Jolie") zusammengetan. Mit der neuen Initiative MMMI wollen die drei Verlage die Reichweiten ihrer Medien bündeln und Kommunikationslösungen für ausgewählte Zielgruppen anbieten. Die Vermarktung gemeinsamer Angebote erfolgt vorerst als Test, der bis Ende 2012 läuft. Erst dann soll darüber entschieden werden, ob es zu einer dauerhaften Partnerschaft kommt. Der Test ist zudem auf den deutschen Markt beschränkt und umfasst auch nur die frauen- und musikaffinen Titel aus dem Springer-Portfolio.

"Durch die Vermarktungsinitiative bauen wir unsere Reichweite und Relevanz im Markt weiter aus", sagt Dietmar Otti, Managing Director Marketing von ASMI. Springer hat sein Zeitschriftenportfolio in den vergangenen Jahren ausgedünnt und dabei auch einige Titel wie "Jolie" an Medweth verkauft. Das Springer-Portfolio umfasst damit nun noch die Zeitschriften aus der "Bild"-Famile ("Bild der Frau", "Auto Bild", "Computer Bild") sowie Musikmagazine wie "Musikexpress". Die technischen Zeitschriften, die eine überwiegend männliche Leserschaft haben, fließen jedoch nicht in die Kooperation mit Brand Media ein.

Brand Media vermarktet derzeit ein frauenaffines Portfolio dem Zeitschriften wie "Petra", "Vital", "Familie & Co" sowie "Zuhause Wohnen", "Prinz" und "Popcorn" angehören. Mariette Adomeit, Geschäftsführerin Brand Media, hofft, dass der Zusammenschluss gut ankommt: "Wir sind mehr als überzeugt davon, dass verlagsübergreifende Zusammenarbeit in klar definierten Zielgruppen der Zukunft im Media-Geschäft gehört." Kooperationen waren von den Agenturen, insbesondere von Group-M-Manager Boris Schramm, immer wieder gefordert worden. pap
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