Axel Springer übernimmt Jean Frey

Dienstag, 19. Dezember 2006
Neuerwerb soll mit Handelszeitung zusammengelegt werden
Neuerwerb soll mit Handelszeitung zusammengelegt werden

Axel Springer ist weiter auf internationalem Expansionskurs: Das Verlagshaus übernimmt 99,5 Prozent des Aktienkapitals am Schweizer Medienhaus Jean Frey, Zürich. Der bisherige Hauptaktionär Tito Tettamanti hat seine Anteile verkauft. Der Preis beruht auf dem Unternehmenswert von 140 Millionen Schweizer Franken. Axel Springer will den verbleibenden Kleinaktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten, teilte das Haus mit. Jean Frey gibt unter anderem die Zeitschriften "Beobachter", "TV Star" und "Bilanz" heraus, der Jahresumsatz 2006 beträgt rund 70 Millionen Schweizer Franken. Zuvor hat Jean Frey seinen 40-prozentigen Anteil am Verlag Weltwoche verkauft, der somit nicht Gegenstand der Übernahme durch Springer ist. Jean Frey soll mittelfristig mit der hundertprozentigen Springer-Tochter Verlagsgruppe Handelszeitung zusammengeführt werden.

Ralph Büchi, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Handelszeitung, übernimmt ab Januar 2007 zusätzlich zu seiner bisherigen Position als Delegierter des Verwaltungsrates die Gesamtleitung der Jean-Frey-Gruppe. Der bisherige CEO und Delegierte des Verwaltungsrates von Jean Frey, Filippo Leutenegger, scheidet Ende des Jahres aus dem Unternehmen aus. gen

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