Axel Springer startet Apps

Dienstag, 08. Dezember 2009
Döpfner: "eine zweite Säule der Monetarisierung in der digitalen Welt"
Döpfner: "eine zweite Säule der Monetarisierung in der digitalen Welt"

Axel Springer macht Ernst im Kampf gegen die Gratiskultur im Netz: Am 9. Dezember stellt der Medienkonzern mobile Applikationen (kurz: Apps) von „Bild" und „Welt" für das iphone zum Download im App Store bereit. Mathias Döpfner, der sich unlängst vehement gegen die Kostenloskultur im Netz ausgesprochen hatte, erhofft sich von den Premium-Angeboten bessere Vermarktungschancen. „Für Axel Springer sind die Kontakte zu zahlenden Kunden aus Vermarktungssicht auf Dauer wertvoller als Kontakte zu Kunden von Gratis-Angeboten", sagte der Vorstandsvorsitzende heute in Berlin. Die Apps von „Bild" und „Welt" sollen weit über die Services der frei verfügbaren Angebote von Bild.de und Welt Online hinausgehen. So lassen sich über die Apps die Printausgaben von „Bild" und „Welt Kompakt" bereits am Vorabend im PDF-Format lesen. News und aktuelle Sportergebnisse werden über eine Push-Funktion auf dem Display angezeigt, die Startseiten beider Angebote sind mit individuellen und regionalen Inhalten frei konfigurierbar.

Die Kosten: Die „Bild"-App kostet für die ersten 30 Tage 79 Cent, danach können die Nutzer zwischen zwei verschiedenen Abo-Modellen wählen: mit der Printausgabe des Folgetags ist die App für 3,99 Euro pro Monat erhältlich, ohne PDF kostet sie 1,59 Euro monatlich. Die „Welt"-App gibt es im ersten Monat für 1,59 Euro, danach als PDF-Version für 4,99 Euro beziehungsweise 2,99 Euro pro Monat (ohne PDF).

Erfahrungen mit dem Applikationen-Modell hat Springer bereits im Sommer gesammelt. Mit "Mein Klub Premium" hatte Bild.de, die erste kostenpflichtige App des Verlags gestartet, seit Ende Oktober bietet auch die „B.Z." eine eigene App an. Von dem nun ausgebauten Angebot verspricht sich Döpfner viel: Dies sei ein weiterer Schritt „mit attraktiven Inhalten eine zweite Säule der Monetarisierung in der digitalen Welt neben den Online-Werbeerlösen zu entwickeln."

Begleitet wird die Markteinführung der Apps mit einer Marketingkampagne in Print, Online und TV (Agentur: Jung von Matt/Alster). se
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