Axel Springer setzt Restrukturierungskurs fort

Dienstag, 05. August 2003

Der Verlag Axel Springer beabsichtigt, Bereiche mit zentraler Konzernsteuerungsfunktion sowie zentrale Service-Abteilungen von Hamburg nach Berlin zu verlagern. Geprüft wird, welche zentralen Funktionen nach Berlin verlagert werden können. Mit der Bündelung wird der Restrukturierungskurs des Unternehmens fortgesetzt.

Der im Herbst 2001 beschlossene Personalabbau von konzernweit zehn Prozent wurde bereits bis Ende 2002 in enger Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat fast vollständig umgesetzt. Nachdem bei der Restrukturierung des Konzerns zunächst überwiegend Redaktions- und Verlagsbereiche sowie die Technik betroffen waren, stehen jetzt die zentralen Steuerungs- und Servicefunktionen im Mittelpunkt der Maßnahmen. Ziel ist, mit der Konzentration auf einen Verwaltungsstandort Strukturen zu verschlanken und das Kostenniveau weiter zu senken, indem Abstimmungsprozesse und Verwaltungsaufwand reduziert werden.

Wie bisher wird Axel Springer auch in Zukunft neben dem Hauptsitz Berlin als Konzern- und Verwaltungszentrale an verschiedenen Produkt- und Technikstandorten im In- und Ausland mit unternehmerischer Verantwortung dezentral im Markt agieren. Der Standort Hamburg, mit der Zeitungsgruppe Bild, dem "Hamburger Abendblatt" und den verschiedenen Zeitschriftenverlagen, bleibt auch weiterhin, neben München, ein wichtiger Verlagsstandort.

"Den eingeschlagenen Weg werden wir fortsetzen, denn dauerhafte strukturelle Verschiebungen in unseren Kernmärkten und mittelfristige Erlösperspektiven erfordern noch effizientere Konzernstrukturen", sagt Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. nr
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