Axel Springer rechnet 2007 mit Ergebnisbelastung

Dienstag, 15. Mai 2007
Mathias Döpfner will weiter ausbauen
Mathias Döpfner will weiter ausbauen

Axel Springer rechnet für 2007 mit einer "erheblichen zusätzlichen Ergebnisbelastung", die voraussichtlich nicht aus den Ergebnisbeiträgen neu akquirierter Unternehmen und Beteiligungen kompensiert werden kann. Grund hierfür seien im Geschäftsjahr 2007 gestartete und getestete neue Projekte im Online-Bereich, im Digital-TV und im Printgeschäft, teilte der Konzern bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen heute mit. Abhängig vom Umfang neuer Investitionen würde der Vorstand in Kauf nehmen, dass das EBITA 2007 unter dem um den Ertrag aus der Kirch-Insolvenz bereinigten Rekordniveau des Jahres 2006 liegt. Im ersten Quartal diesen Jahres lag das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) mit 88 Millionen Euro aufgrund "erhöhter Anlaufkosten planmäßig leicht unter dem Vorjahreswert" von 91,2 Millionen Euro. Die EBITA-Rendite erreichte mit 14,9 Prozent ein hohes Niveau.

Der Konzern steigerte den Umsatz um 4,3 Prozent auf 591,2 Millionen Euro. (Vorjahr: 566,8). Wesentlichen Anteil daran hatten nach Unternehmensangaben die im Ausland vertriebenen Titel: Der Auslandsumsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,6 Millionen Euro (plus 29,1 Prozent) auf 109,2 Millionen Euro zu. Damit erreichte er einen Anteil von 18,5 Prozent an den Konzernerlösen eine neue Höchstmarke. Mathias Döpfner, Vorsitzender des Vorstands bei Axel Springer, sagte: "Unsere Expansion im internationalen und digitalen Geschäft zahlt sich aus. Unsere Aktivitäten im digitalen Bereich im In- und Ausland haben wir im laufenden Jahr durch Akquisitionen oder Mehrheitsbeteiligungen kräftig ausgebaut." In den kommenden Monaten wolle der Konzern "weitere Wachstumsoptionen in Angriff nehmen".

Die Anzeigenerlöse stiegen um 2,6 Prozent auf 247,9 Millionen Euro. Zu den Wachstumstreibern in Deutschland zählte insbesondere das "Hamburger Abendblatt". Die Vertriebserlöse legten um 2,0 Prozent auf 292,8 Millionen Euro zu. se

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