Axel Springer präzisiert Ergebnisprognose für 2007

Mittwoch, 08. August 2007
Mathias Döpfner
Mathias Döpfner

Für das Jahr 2007 rechnet Axel Springer mit einem Ebita auf dem Niveau des Vorjahres, bereinigt um den Ertrag aus der Kirch-Insolvenz. Dieses belief sich auf rund 340 Millionen Euro. Insgesamt lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) 2006 bei 374 Millionen Euro. Außerdem geht der Vorstand von einem leichten Wachstum der Anzeigen- und Vertriebserlöse aus, die den Großteil des Umsatzes ausmachen. Der Umsatz im Kerngeschäft lag 2006 bei rund 2,19 Milliarden Euro, der gesamte Konzernumsatz bei 2,38 Milliarden Euro. Grund für die verhaltene Ergebnisprognose sind die hohen Investitionen und damit verbundenen Anlaufverluste. Allein im 1. Halbjahr hat der Konzern mehr als eine halbe Milliarde Euro investiert. Bedingt durch die Anlaufverluste blieb das Ebita im 1. Halbjahr 2007 mit rund 177,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konstant. Die Ebita-Rendite betrug 14,7 Prozent. Der Periodenüberschuss fiel mit 88,8 Millionen Euro deutlich geringer aus als im 1. Halbjahr 2006 (111,4 Millionen Euro).

Den Konzernumsatz hat Springer dagegen im 1. Halbjahr 2007 im Vorjahresvergleich um 3,1 Prozent auf rund 1,209 Milliarden Euro gesteigert. Für das Wachstum zeichnet in erster Linie der Auslandsumsatz verantwortlich. Dieser stieg um mehr als ein Viertel auf rund 234 Millionen Euro und machte damit knapp ein Fünftel des gesamten Umsatzes des 1. Halbjahres aus.

Um mehr Transparenz in sein Onlinegeschäft zu bringen, hat Springer erstmals Pro-Forma-Umsätze für das Feld ermittelt. Diese beliefen sich im 1. Halbjahr 2007 auf 102 Millionen Euro - rund 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis Jahresende sollen sie die 200-Millionen-Euro-Marke erreichen, bis 2010 die Schwelle von 400 Millionen Euro. "Wir haben die Digitalisierung unseres Geschäfts mit sorgfältigen Akquisitionen und mit beachtlichen Investitionen in bestehende Aktivitäten vorangetrieben", so Springer-Chef Mathias Döpfner zur "Digitalen Wachstumsoffensive", die im Zentrum der Strategie für 2007 steht. pap

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