Axel Springer optimiert Strukturen: Stellenabbau nicht ausgeschlossen

Mittwoch, 23. August 2006

Der Verlag Axel Springer will seine Verwaltungs- und Servicestrukturen optimieren. Der Betriebsrat spricht von Hunderten gefährdeten Arbeitsplätzen, der Verlag von "substanzloser und verantwortungsloser Panikmache gegenüber der Belegschaft". "Die Untersuchung der betroffenen Bereiche ist völlig ergebnissoffen", erklärt Verlagssprecherin Edda Fels gegenüber HORIZONT. Dennoch: "Personalanpassungen" werden nicht ausgeschlossen. Für September sei ein abschließendes Informationsgespräch vorgesehen, danach werde gemeinsam mit den Bereichsverantwortlichen über ein weitere Vorgehen entschieden. Von insgesamt 1200 Arbeitsplätzen sind laut Betriebsrat von der Unternehmensberatung Roland Berger Daten erhoben worden. Laut einem Bericht des Berliner "Tagesspiegel" sollen jedoch Gerüchte durchgesickert sein, wonach 400 Arbeitsplätze gefährdet sind. Springer hingegen wiegelt ab: "Es gibt noch keine Entscheidung. Die Maßnahme wurde nicht in Gang gesetzt, um Personal abzubauen, sondern um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben." Die Redaktionen sollen bei der Optimierung nicht betroffen sein.

Der Konzernumsatz des Verlags lag mit 1172,7 Millionen im 1. Halbjahr 2006 unter dem Vorjahreswert von 1193,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg leicht um knapp 3 Prozent auf 177,8 Millionen Euro. gen

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